Grabsteine und Epitaphien

In der Predigerkirche befinden sich zahlreiche mittelalterliche und neuzeitliche Grabsteine und Epitaphien. Die meisten bedeckten bis zur Sanierung in den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts den Boden, sind nun aber aufgestellt worden. Lediglich im Chorumgang befinden sich die Grabsteine noch als Bodenplatten.

Von den Grabsteinen und Epitaphien seien hier nur einige aufgeführt:

  • Grabplatte des Hugo Longus (gest. 1279)
  • Grabplatte für den Dominikanermönch Günter von Schwarzburg (gest. 1345) im Chorumgang (Südseite). Dort auch weitere Grabplatten aus dem 14. und 15. Jahrhundert.
  • Grabstein des Erfurter Universitätsrektors Georg Stutz, der als Arzt auch den in Erfurt erkrankten Luther kuriert hat.
  • Grabplatte für den Oberstratsmeister Heinrich Nacke (gest. 1560) und seine vier Frauen auf der Nordseite des Chores.
  • Grabplatte für Johann Aurifaber (gest. 1575) auf der Südseite des Chores. Aurifaber war Luthers letzter Famulus und der Herausgeber von Luthers Tischreden.
  • Grabplatte für Georg Silberschlag (gest. 1635), geschaffen vom sogenannten Meister der Dreipaßgrabplatten, ebenfalls auf der Südseite des Chores.
  • Zwei Grabplatten für Daniel Burchard (gest. 1632) und seine Frau (gest. 1635), ebenfalls vom Meister der Dreipaßgrabplatten.
  • Im Südseitenschiff befinden sich zwei monumentale Renaissance-Epitaphien die zu den bedeutendsten ihrer Art und Zeit in Erfurt gehören.
  • Das reich verzierte Barockepitaph für Johann Rudolph Ludwig (gest. 1683) im südlichen Chorseitenschiff.

Um mehr zu erfahren, lesen Sie zum Beispiel:
Klippstein, Peter-Jürgen: Erfurter Wappendarstellungen auf Epitaphien und Grabplatten des Mittelalters und der frühen Neuzeit. In: Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde von Erfurt e.V. (Hrsg.): Jahrbuch für Erfurter Geschichte (9), 2014, S. 339-382.